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Wie funktioniert Kaliforniens „Jungle Primary“?

In dieser Fotoillustration ist ein offizieller Stimmzettel, inklusive eines „I Voted“-Aufklebers, abgebildet, der einem Bewohner Südkaliforniens vor der Primary-Wahl des Bundesstaates zugesandt wurde. Aufgenommen in Los Angeles, Kalifornien, am 5. Mai 2026. —Jay L Clendenin—Getty Images

(SeaPRwire) –   Die Kalifornier werden am 2. Juni zu den Wahllokalen gehen, um an der landesweit mit Spannung erwarteten Primary-Wahl des Bundesstaates teilzunehmen.

Im Mittelpunkt der Primary steht der turbulente Wettlauf um die Nachfolge von Gouverneur Gavin Newsom, der aufgrund von Amtszeitbeschränkungen nicht erneut kandidieren kann. Der Rennen, das bereits viele Wendungen genommen hat, hat nationale Aufmerksamkeit erregt. Im April setzte der damalige Abgeordnete Eric Swalwell, der als Favorit im großen Feld der demokratischen Kandidaten galt, seinen Wahlkampf aus, nachdem mehrere Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens aufgetaucht waren. Swalwell, der die Vorwürfe bestritt, trat auch aus dem Kongress zurück.

Swalwells Ausstieg aus dem Gouverneursrennen löste Spekulationen darüber aus, welcher der anderen demokratischen Kandidaten sich als wahrscheinlichster Nachfolger Newsoms herauskristallisieren würde. Jüngste Umfragen zeigen, dass Tom Steyer, ein milliardenschwerer Philanthrop, der zuvor einen erfolglosen Präsidentschaftswahlkampf 2020 gestartet hatte, und Xavier Becerra, ehemaliger Gesundheitsminister, die führenden Kandidaten der Partei sind. Es ist jedoch unklar, wer sich durchsetzen wird.

Umfragen deuten auch darauf hin, dass ein von Trump unterstützter republikanischer Kandidat, Steve Hilton, ein weiterer führender Anwärter im Primary-Rennen ist. Hilton, der zuvor als politischer Stratege für den ehemaligen britischen Premierminister David Cameron tätig war, gehört zu den beiden Republikanern, die um Newsoms Amt konkurrieren.

Das Rennen hat bei einigen Demokraten Besorgnis ausgelöst, dass die Partei von der Hauptwahl im November ausgeschlossen werden könnte, wenn die Stimmen auf die große Zahl demokratischer Kandidaten aufgeteilt werden. Experten haben jedoch gegenüber TIME erklärt, dass diese Möglichkeit unwahrscheinlich sei. Dieses Ergebnis ist jedoch möglich, weil der Bundesstaat ein sogenanntes „Jungle Primary“- oder „Top-Two Primary“-System hat.

Hier ist, was man über das Primary-System Kaliforniens wissen muss.

Was ist eine „Top-Two Primary“?

In einem „Top-Two Primary“-System ziehen die beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten, in die Hauptwahl ein – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Das bedeutet, dass hypothetisch kalifornische Wähler im November nur zwei demokratische Kandidaten auf dem Stimmzettel sehen könnten – oder nur zwei republikanische Kandidaten, wobei Letzteres im historisch demokratisch geprägten Bundesstaat weniger wahrscheinlich ist.

Auf welche Wahlgänge findet das System Anwendung?

Das System gilt für die verfassungsmäßigen Ämter des Bundesstaates Kalifornien, die Ämter in der Staatslegislative und die Ämter im US-Kongress – bekannt als „voter-nominated offices“. Das „Top-Two Primary“-System gilt im Bundesstaat jedoch nicht für Kandidaten, die sich um das Präsidentenamt bewerben, für Bezirkszentralausschüsse oder für lokale Ämter.

Wie lange verwendet Kalifornien bereits das „Top-Two Primary“-System?

Der „Top Two Candidates Open Primary Act“, der das sogenannte „Jungle Primary“-System einführte, trat 2011 in Kraft, nachdem die Wähler 2010 mit Proposition 14 der Änderung zugestimmt hatten. Befürworter der Änderung sagten, dass „Top-Two Primaries“ Kandidaten dazu ermutigen würden, Wähler über die politischen Lager hinweg anzusprechen und so die parteipolitische Spaltung im Bundesstaat zu verringern. Andere argumentierten jedoch, dass es die Optionen für die Wähler bei einer Hauptwahl einschränken würde, falls nur Kandidaten derselben Partei es auf den Stimmzettel im November schaffen.

Wie funktionieren Write-in-Kandidaten in einer „Top-Two Primary“?

Write-in-Kandidaten können bei einer Primary für „voter-nominated offices“ antreten, können aber nur in die Novemberwahl einziehen, wenn sie zu den beiden Kandidaten gehören, die in der Primary die meisten Stimmen erhalten.

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