TLDR
- Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen von Oracle erreichten 553 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 325 % im Jahresvergleich entspricht, angetrieben von der Nachfrage nach Cloud- und KI-Infrastruktur
- Salesforce meldete einen Jahresumsatz von 41,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 10 %, bei einem Rückstand an verbleibenden Leistungsverpflichtungen von 72 Milliarden US-Dollar
- Oracle wird neu positioniert als Anbieter von KI-Infrastruktur und Cloud-Diensten, nicht nur als Legacy-Datenbankunternehmen
- Salesforce hat seine Dividende erhöht und einen Aktienrückkauf im Wert von 25 Milliarden US-Dollar genehmigt, wodurch es seine Identität als reifer Softwarekonzern mit langfristigem Wertzuwachs betont
- Die Wall Street stuft beide Aktien als „Moderate Buy“ ein, wobei das durchschnittliche Kursziel für Oracle bei 260,71 US-Dollar und das für Salesforce bei 279,18 US-Dollar liegt
(SeaPRwire) – Oracle und Salesforce gehören zu den größten Namen im Bereich Unternehmenssoftware. Beide ziehen derzeit die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich, aber aus sehr unterschiedlichen Gründen.
Oracle meldete kürzlich einen Umsatz von 17,0 Milliarden US-Dollar im dritten Geschäftsquartal 2026, was einem Jahresplus von 6 % entspricht. Der GAAP-Nettogewinn belief sich auf 3,73 Milliarden US-Dollar.
Oracle Corporation, ORCL

Die Zahl, die am meisten auffiel, waren die verbleibenden Leistungsverpflichtungen von Oracle, die 553 Milliarden US-Dollar erreichten und damit im Jahresvergleich um 325 % stiegen. Diese Zahl spiegelt den Umfang der bereits feststehenden Kundenzusagen für zukünftige Cloud-Dienste wider.
Oracle wird nicht mehr ausschließlich als Legacy-Datenbankunternehmen wahrgenommen. Es wird zunehmend als Anbieter von Cloud-Infrastruktur angesehen, der direkt von KI-Workloads profitiert, darunter Modelltraining und datenintensive Berechnungen.
Das Unternehmen verfügt über einen großen installierten Kundenstamm und langjährige, beständige Datenbankbeziehungen. Diese bestehenden Kunden werden nun zu den Cloud-Infrastrukturprodukten von Oracle gelenkt.
Die Kernfrage für Investoren lautet, ob Oracle diesen massiven Auftragsrückstand im Laufe der Zeit in nachhaltiges Umsatzwachstum umwandeln kann. Darüber führt der Markt derzeit eine aktive Debatte.
Salesforce: Margen und wiederkehrende Einnahmen
Salesforce meldete einen Umsatz von 41,5 Milliarden US-Dollar für das gesamte Geschäftsjahr 2026, ein Anstieg von 10 % im Jahresvergleich. Allein im vierten Quartal erzielte es einen Umsatz von 11,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 12,1 %, womit es die Erwartungen von Analysten übertraf.
Salesforce, Inc., CRM

Seine verbleibenden Leistungsverpflichtungen erreichten 72 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 14 %. Diese Zahl spiegelt eine gesunde Pipeline an zugesagten Abonnementeinnahmen wider.
Salesforce hat seine Ausrichtung hin zu Rentabilität und operativer Disziplin verlagert. Es präsentiert sich nicht mehr als Hyperwachstumsunternehmen.
Das Management positioniert die Plattform als zentrale Betriebsebene für das, was es als „agentic enterprise“ bezeichnet. KI-Agenten und Automatisierungstools werden direkt in seine Kundennbeziehungsmanagement-Software integriert.
Salesforce hat zudem seine Dividende erhöht und einen Aktienrückkauf im Wert von 25 Milliarden US-Dollar genehmigt. Dieser Schritt signalisiert ein reiferes Unternehmen, das sich darauf konzentriert, Bargeld an seine Aktionäre zurückzugeben.
Das Geschäftsmodell ist unkompliziert. Investoren setzen auf wiederkehrende Abonnements, Kundenbindung und steigende Margen, wobei KI als Zusatzfunktion für die bestehende Plattform dient.
Abschließende Gedanken
Oracle birgt ein höheres Umsetzungsrisiko, aber auch mehr Aufwärtspotenzial, wenn sein Vorstoß im Bereich Cloud-Infrastruktur erfolgreich verläuft. Salesforce ist die stabilere Option mit klareren Softwaremargen und bereits implementierten, stärkeren Kapitalrückzahlungen.
Die Wall Street stuft Oracle als „Moderate Buy“ ein, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 260,71 US-Dollar, basierend auf 3 „Strong Buy“-Einstufungen, 27 „Buy“-Einstufungen, 9 „Hold“-Einstufungen und 1 „Sell“-Einstufung. Auch Salesforce erhält von 39 Analysten die Konsenseinstufung „Moderate Buy“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 279,18 US-Dollar.
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