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Frankreich fordert Krypto-Unternehmen, vor dem 30. Juni eine EU-Lizenz zu erhalten

TLDR

  • Frankreich warnt Krypto-Unternehmen davor, die MiCA-Zulassung vor der Frist am 30. Juni zu erwirken
  • Nicht lizenzierte Krypto-Unternehmen riskieren in Frankreich schwarze Listen und rechtliche Schritte
  • Die MiCA-Frist setzt Krypto-Unternehmen unter Druck, die Zugang zum EU-Markt suchen
  • Frankreich könnte das Krypto-Passporting aufgrund schwacher EU-Lizenzierungsstandards blockieren
  • Krypto-Unternehmen stehen vor einer endgültigen Entscheidung im Rahmen von Frankreichs MiCA-Durchsetzungsoffensive

(SeaPRwire) –   Frankreich hat Krypto-Unternehmen davor gewarnt, dass sie vor dem 30. Juni eine EU-Zulassung erwirken müssen, andernfalls verlieren sie unter MiCA den Marktzugang. Die Warnung markiert eine strengere Durchsetzungsphase für das neue Krypto-Regelwerk Europas. Sie gibt nicht lizenzierten Unternehmen zudem eine klare Frist, um sich autorisieren zu lassen oder den Markt zu verlassen.

Frankreich setzt MiCA-Frist für Krypto-Unternehmen

Die französische Finanzmarktaufsicht (AMF) hat Krypto-Unternehmen angewiesen, ihre MiCA-Lizenzanträge vor Ablauf der Frist abzuschließen. Die Regulierungsbehörde erklärte, dass Unternehmen nach Ende der Übergangsfrist ohne ordnungsgemäße Genehmigung keine Kunden mehr bedienen dürfen. Daher müssen Unternehmen, die noch auf eine Genehmigung warten, vor dem 30. Juni handeln.

MiCA schafft einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Krypto-Dienstleister in der gesamten Europäischen Union. Die Regeln verlangen von Unternehmen die Einhaltung von Standards in den Bereichen Unternehmensführung, Kundenschutz, Verwahrung und Marktverhalten. Zudem ermöglicht der Rahmen lizenzierten Unternehmen durch das sogenannte „Passporting“ den Zugang zum gesamten EU-Binnenmarkt.

Frankreich hat im Vorfeld des Stichtags am 1. Juli eine feste Position eingenommen. Nach diesem Datum dürfen nur noch autorisierte Anbieter Krypto-Dienstleistungen im Land anbieten. Daher müssen Unternehmen ohne Zulassung ihren Betrieb einstellen oder mit regulatorischen Maßnahmen rechnen.

Nicht lizenzierte Unternehmen drohen schwarze Listen und rechtliche Schritte

Die AMF erklärte, dass nicht autorisierte Krypto-Unternehmen geordnete Abwicklungspläne erstellen müssen, bevor sie den Markt verlassen. Diese Pläne sollen Kunden dabei helfen, ihre Krypto-Bestände sicher wiederzuerlangen, zu übertragen oder aufzulösen. Die Regulierungsbehörden wollen verhindern, dass es während des Übergangs zu plötzlichen Dienstunterbrechungen kommt.

Frankreich kann nicht lizenzierte Anbieter auf öffentliche schwarze Listen setzen, wenn diese weiterhin ohne Genehmigung Nutzer ansprechen. Die Regulierungsbehörde kann zudem gegen Websites vorgehen, die weiterhin illegale Krypto-Aktivitäten betreiben. Unternehmen müssen mit rechtlichen Schritten rechnen, wenn sie die Lizenzierungsfrist ignorieren.

Die Warnung erhöht den Druck auf Krypto-Plattformen, die in Europa noch eine Zulassung anstreben. Einige Unternehmen haben bereits MiCA-Lizenzen in Mitgliedstaaten erhalten, während andere noch geprüft werden. Die Frist könnte die zugelassenen Betreiber von den Unternehmen trennen, die die EU-Standards nicht erfüllen können.

Bedenken hinsichtlich des Passporting erhöhen den Druck in ganz Europa

MiCA erlaubt es einem Unternehmen, das in einem EU-Land lizenziert ist, in allen 27 Mitgliedstaaten tätig zu sein. Dieses System unterstützt den Marktzugang, hängt jedoch auch von einer konsistenten Aufsicht in ganz Europa ab. Frankreich hat jedoch Bedenken hinsichtlich uneinheitlicher Lizenzierungsstandards zwischen den nationalen Regulierungsbehörden geäußert.

Französische Beamte haben davor gewarnt, dass schnellere Genehmigungen in einigen Ländern den breiteren Rahmen schwächen könnten. Frankreich könnte das Passporting blockieren, wenn es mit der Lizenzierungsentscheidung einer anderen Regulierungsbehörde nicht einverstanden ist. Ein solcher Schritt würde jedoch auf ernsthafte Spannungen innerhalb des gemeinsamen europäischen Krypto-Systems hindeuten.

Die jüngste Warnung zeigt, dass Frankreich möchte, dass die MiCA-Durchsetzung über die Vorbereitungsphase hinausgeht. Die Regulierungsbehörde erwartet nun, dass Unternehmen nach Ablauf der Frist entweder die Vorschriften einhalten, den Markt verlassen oder mit Konsequenzen rechnen müssen. Infolgedessen haben Krypto-Unternehmen nur noch wenig Zeit, um vor dem 30. Juni eine Zulassung zu erhalten.

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