Das Gaming-Schwergewicht Roblox (NYSE: RBLX) rüstet sich, seine immersiven digitalen Welten im Oktober auf Sonys PlayStation-Geräten zu starten. Dieser strategische Schritt wird Roblox Zugang zur riesigen Nutzerbasis der weltweit beliebtesten Spielkonsolen verschaffen. Parallel zu dieser aufregenden Entwicklung wird Roblox seine App auf Meta’s Quest Mixed Reality-Geräten noch diesen Monat vollständig einführen, nach einer erfolgreichen Testversion, die im Juli veröffentlicht wurde und in nur fünf Tagen über eine Million Downloads verzeichnete, wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag berichtete.
Roblox‘ Expansionsplan zielt darauf ab, seine Plattform überall dort zugänglich zu machen, „wo Nutzer sie nutzen möchten“, von Mobilgeräten über Desktops bis hin zu Geräten für erweiterte und virtuelle Realität (AR/VR). Manuel Bronstein, Chief Product Officer bei Roblox, äußerte seine Vision mit den Worten: „Ich frage mich, ob wir auf jedem Fernseher sein sollten.“
Mit einer Nutzerbasis von 66 Millionen täglichen Nutzern, überwiegend Teenager, ist Roblox einer der führenden Gaming-Dienste für Kinder. Dies hat die erhebliche Aufmerksamkeit von Tech-Giganten wie Meta geweckt, die daran interessiert sind, die nächste Generation von Nutzern zu gewinnen.
Metas eigener „Metaverse“-Service Horizon, der es Nutzern ermöglicht, sich in virtuellen Räumen zu treffen, die durch Avatare repräsentiert werden, hatte Schwierigkeiten, ein ähnliches Momentum zu erreichen. Ein Bericht der Wall Street Journal aus dem vergangenen Jahr enthüllte, dass er weniger als 200.000 monatliche Nutzer hatte. Während Horizon derzeit nur in VR verfügbar ist, kündigte Meta Pläne an, in naher Zukunft Web- und Mobile-Versionen zu veröffentlichen, allerdings ohne ein Datum zu nennen.
Während der jährlichen Entwicklerkonferenz von Roblox kündigte das Unternehmen Pläne an, bis Ende des Jahres einen KI-gesteuerten Chatbot für den Aufbau von Welten einzuführen. Dieses Tool wird Entwicklern ermöglichen, mühelos virtuelle Objekte und Szenen durch Sprachbefehle zu generieren, ohne dass Programmierung erforderlich ist. Das Konzept ähnelt sehr einem Tool, das Meta CEO Mark Zuckerberg im vergangenen Jahr vorstellte und das ebenfalls auf Sprachbefehlen anstatt schriftlichen Chats basierte.
Eine weitere bemerkenswerte Ergänzung von Roblox‘ Arsenal, die für später dieses Jahr geplant ist, ist eine Funktion namens „Connect“. Diese Technologie wird es Mobil- und Desktop-Nutzern ermöglichen, Sprachgespräche mit ihren Roblox-Freunden zu führen, wobei die Teilnehmer durch Avatare repräsentiert werden. Connect nutzt die Kamera des Geräts, um Gesichtsausdrücke und Körperbewegungen einzufangen und sie originalgetreu in den Avatar des Nutzers zu übertragen, was ein immersiveres und engagierteres Erlebnis bietet.
