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Kann Palladium eine Erholung erleben?

Palladium Investment

(SeaPRwire) –   Im März 2022 erreichten die NYMEX-Palladium-Futures mit 3.380,50 US-Dollar pro Unze einen historischen Höchststand. Doch am 26. Januar 2024 war der Preis um 71,3% auf 969 US-Dollar pro Unze gefallen, was eine schwierige Phase für Palladium widerspiegelt. Der PALL-ETF, der Palladium eng verfolgt, verzeichnete am 29. Januar einen Rückgang um 8,8% auf 88,55 US-Dollar. Der Metallpreisverfall hat sich bis Ende Januar 2024 fortgesetzt und eine

Performance in 2023

Palladium erwies sich unter den an der CME-Börse gehandelten Edelmetallen NYMEX und COMEX als der am schlechtesten performende Metall im Jahr 2023. Zu Jahresbeginn bei 1.798 US-Dollar pro Unze gestartet, stürzten die NYMEX-Palladium-Futures um 38,3% auf 1.109,30 US-Dollar am 29. Dezember 2023 ab. Dieser Rückgang kontrastierte scharf mit der Entwicklung anderer Edelmetalle wie Gold (+13,4%), Silber (+0,2%) und Platin (-7,3%). Darüber hinaus schnitt Rhodium, das nicht an Terminbörsen gehandelt wird, mit einem Rückgang von 62% im Jahr 2023 noch schlechter ab.

Ende eines Bullenmarktes

Nach einem robusten Bullenmarkt von 2008 bis 2022 sah sich der Palladiummarkt einem Umschwung der Verhältnisse gegenüber. Der Metallpreis erlebte im Zuge geopolitischer Spannungen, ausgelöst durch Russlands Invasion in der Ukraine, im März 2022 einen explosiven Anstieg auf einen Rekordwert. Doch Palladium verlor seinen Aufwärtstrend und fiel Ende 2023 und im Januar 2024 erstmals seit 2018 unter 1.000 US-Dollar pro Unze.

Kritische Rolle Russlands

Russland ist der wichtigste globale Palladium-Lieferant und steuert einen bedeutenden Anteil der jährlichen Fördermengen bei, gemeinsam mit Südafrika. Zusammen kommen beide Länder auf 80% der weltweiten Palladium-Produktion. 2022 belief sich die weltweite Palladium-Förderung auf insgesamt 210 metrische Tonnen, wobei Russland 88 Tonnen und Südafrika 80 Tonnen beitrugen. Die Knappheit von Palladium und Platin, beides lebenswichtige Metalle, kombiniert mit geringer Beteiligung am Terminmarkt, führt zu begrenzten täglichen Handelsvolumina im Vergleich zu liquideren Rohstoffen wie Gold und Silber.

Industrielle Nachfrage

Aufgrund seiner Dichte und Hitzebeständigkeit ist Palladium für Katalysatoren unverzichtbar, die die Umwelt reinigen, insbesondere in Katalysatoren von Automobilen. 2022 wurde 82% der gesamten Palladium-Nachfrage durch Katalysatoren in Kraftfahrzeugen abgedeckt. Industrielle Anwendungen umfassen Zahnmedizin, Schmuck, Elektronik, Wasserstoffspeicherung, chirurgische Instrumente und mehr. Der globale Palladiummarkt wies 2022 ein Angebotsdefizit auf, das vermutlich durch strategische Reserven, insbesondere aus Russland, gedeckt wurde.

Volatilität auf den Palladiummärkten

Die geringere Liquidität am Terminmarkt hat zu extremen Preisausschlägen beim Palladium beigetragen. Ein Vergleich der Offenen Interessen an den Edelmetall-Terminbörsen zeigt, dass Palladium den niedrigsten Wert aufweist, was auf seine geringere Beliebtheit bei Händlern hinweist. Diese mangelnde Liquidität hat Preisspitzen und -rückgänge befeuert. Illiquide Märkte wie Palladium neigen dazu, stärkere Schwankungen aufzuweisen, wobei die Preise manchmal von grundlegenden und technischen Analysen abweichen.

Ausblick und Anlagestrategie

Obwohl sich der Trend für Palladium Anfang 2024 eher bärisch darstellt, besteht die Möglichkeit für eine deutliche Preis-Erholung, sobald der Boden gefunden ist. Der Autor empfiehlt den schrittweisen Einstieg in Palladium unterhalb von 1.000 US-Dollar über den physischen Markt und den Aberdeen Physical Palladium ETF (PALL), der bekannt dafür ist, die Palladiumpreise durch physisches Palladium-Bullion effektiv zu verfolgen. Dieser Ansatz ermöglicht Flexibilität, um weitere Positionen aufzubauen, falls es zu irrationalen Preisrückgängen kommt. Er unterstreicht den vorsichtigen Optimismus und die strategische Herangehensweise, die für die Navigation durch die komplexen Dynamiken des Palladiummarktes erforderlich sind.

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