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Fünf Tote nach schwerem Unwetter auf Ischia

Bei dem durch Starkregen ausgelösten Erdrutsch auf der italienischen Ferieninsel Ischia sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die zuständige Präfektur im süditalienischen Neapel mit. Unter den Toten sei auch ein erst 22 Tage altes Baby. Fünf Menschen, darunter eine Familie, würden noch vermisst. Zuvor hatten die Rettungskräfte seit Samstag die Leichen von zwei Frauen und eines Mädchens aus den Schlammmassen geborgen.

Schlamm und zerstörte Autos im Kurort Casamicciola Terme

Schlamm und zerstörte Autos im Kurort Casamicciola Terme

Die italienische Regierung rief den Notstand für Ischia aus. Nach einer Sondersitzung sei eine erste Tranche von Hilfsgeldern in Höhe von zwei Millionen Euro freigegeben worden, erklärte Zivilschutzminister Nello Musumeci.

Casamicciola und Lacco Ameno besonders betroffen

Sturm und Starkregen richteten besonders im Norden der beliebten Urlaubsinsel in den Orten Casamicciola und Lacco Ameno teils große Schäden an. Autos wurden von den Überschwemmungen mitgerissen, Erdrutsche gingen an Hängen ab und beschädigten Häuser. Hunderte Rettungskräfte, die teils vom Festland nach Ischia geschickt wurden, waren an den Unglücksorten im Einsatz, retteten Menschen aus ihren Häusern und suchten nach Opfern und Überlebenden.

Schwere Schäden an einer Hanglange des Küstenortes

Schwere Schäden an einer Hanglange des Küstenortes

Die Behörden wiesen die Menschen in mehreren Kommunen der Insel an, zu Hause zu bleiben. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz, wie ihr Amtssitz in Rom mitteilte. Sie stehe in Kontakt mit den Behörden vor Ort. Ischias Bürgermeister Enzo Ferrandino hatte bereits am Freitag wegen des angekündigten Unwetters Schulen, Parks und Friedhöfe schließen lassen.

Schlamm und Unrat bedecken viele Straßen und Wege auf Ischia

Schlamm und Unrat bedecken viele Straßen und Wege auf Ischia

sti/qu (afp, dpa, kna)