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Pfizer-Aktie: Ist sie in der Nähe von 52-Wochen-Tiefs für ihre 5,08%ige Rendite ein Kauf?

Pfizer Stock

Die Aktie von Pfizer (NYSE:PFE) hat seit ihrem Höchststand im Dezember 2021, als die Aktie über 59 US-Dollar pro Aktie erreichte, erheblich nachgegeben, in erster Linie aufgrund des COVID-19-Impfstoffbooms, der die Aktien auf historische Höchststände trieb. Bis heute hat die Aktie seit diesen Höchstständen einen deutlichen Rückgang von 46% verzeichnet, was sie wieder auf ihr Niveau von 2020 zurückbrachte, bevor Pfizer seinen mRNA-Impfstoff zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie einführte.

Trotz der erneuten Zunahme von COVID-19-Fällen, insbesondere mit Blick auf den bevorstehenden Winter, dürfte die Pfizer-Aktie keinen wesentlichen Aufschwung erfahren. Impf- und Pandemie-Müdigkeit in Kombination mit neuen Virusstämmen scheinen die Auswirkungen auf die Pfizer-Aktie zu begrenzen, die derzeit bei rund 32 US-Dollar pro Aktie auf Mehrjahrestiefs handelt. Die Dividendenrendite der Aktie ist jedoch auf attraktive 5,08% gestiegen, was sowohl wertorientierte Anleger als auch ertragsorientierte Anleger anziehen könnte.

Dennoch gibt es Bedenken, dass Pfizer für Anleger eine Wertfalle bleiben könnte, da die Gewinne des Unternehmens zurückgehen und das Unternehmen vor einer drohenden Patentklippe steht. Die Aktie hat bereits vor dieser bevorstehenden Herausforderung einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Um den Gewinnrückgang infolge auslaufender Patente auszugleichen, hat Pfizer aktiv Übernahmen getätigt, um neue Cashflow-generative Medikamente zu erwerben. Das Management des Unternehmens geht davon aus, dass diese Übernahmen, zu denen auch die 43 Milliarden US-Dollar teure Übernahme von Seagen (Seattle Genetics) gehört, den Einfluss der Patentklippe abmildern werden, wobei bis 2030 ein Umsatz von rund 25 Milliarden US-Dollar prognostiziert wird. Die Kosten dieser Übernahmen und die Notwendigkeit, vor dem deutlichen Rückgang der Gewinne noch mehrere weitere abzuschließen, sorgen jedoch für Bedenken.

Während Seagen ein vielversprechendes Unternehmen mit einem starken Krebs-Franchise und einer Pipeline ist, hat der Preis, den Pfizer dafür gezahlt hat, Stirnrunzeln hervorgerufen, wie die Marktreaktion auf den Deal zeigt. Die erwarteten Synergien aus der Übernahme werden auf rund 1 Milliarde US-Dollar geschätzt, aber es bleibt ungewiss, ob Seagen allein die Gewinnherausforderungen von Pfizer vollständig bewältigen kann.

Neben externen Übernahmen hat Pfizer einen erheblichen Teil seiner COVID-19-Gewinne für interne Innovationen bereitgestellt, wobei allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 rund 7,8 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung aufgewendet wurden. Eine bemerkenswerte Entwicklung ist Pfizers pentvalenter Meningokokken-Impfstoffkandidat, der möglicherweise schon im Oktober 2023 die FDA-Zulassung erhalten und einen positiven Einfluss auf die Aktie des Unternehmens haben könnte.

Abschließende Gedanken

Die Pfizer-Aktie erscheint derzeit als abwartende Angelegenheit. Die jüngsten Veränderungen in der F&E-Führung von Pfizer geben kein starkes Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens, die Flut zu wenden. Trotz der attraktiven Dividendenrendite von über 5% ist Vorsicht geboten, da die Patentklippe erhebliche Herausforderungen mit sich bringt. Ein Wiederaufleben von COVID-19 dürfte der Aktie möglicherweise keine wesentliche Erleichterung verschaffen.