
(SeaPRwire) – Vor nicht allzu langer Zeit genossen Impfstoffe weitgehend parteiübergreifende Unterstützung. Doch sie sind in den USA zu einem spaltenden Thema geworden, angeheizt durch die COVID-19-Pandemie und politische Maßnahmen, die zunehmend deren Sicherheit und Notwendigkeit in Frage stellen.
Eine neue, vom Pew Research Center durchgeführte Umfrage beleuchtet einige der größten Probleme in der anhaltenden Kontroverse über Impfstoffe – und zeigt, dass die Politik weiterhin einen übermäßigen Einfluss darauf hat, wie Menschen über Impfungen denken und Entscheidungen darüber treffen.
Die Umfrage befragte mehr als 5.000 Personen zu einer Reihe von Fragen bezüglich Impfstoffen, darunter, ob sie planten, die neueste COVID-19-Impfung zu erhalten, und wie sicher und wirksam sie Kinderimpfstoffe halten. Es war ein verwirrendes Jahr für Impfungen; die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) änderte die Empfehlung für den COVID-19-Impfstoff von einer jährlichen Impfung (wie bei der Grippeimpfung) dahingehend, ihn für die meisten gesunden Amerikaner nicht mehr zu empfehlen. Die Behörde rät weiterhin älteren Menschen und solchen mit schwächerem Immunsystem, die jährliche Impfung zu erhalten.
Die Umfrage ergab jedoch, dass 44 % der Amerikaner die Änderung der COVID-19-Richtlinien der CDC nicht kannten, und unter denen, die die Änderung kannten, gaben 63 % an, dass die neuen Empfehlungen ihre Entscheidung, die neueste Impfung zu erhalten oder nicht, nicht beeinflusst hätten. Die meisten Amerikaner – 59 % – gaben an, die neueste COVID-19-Impfung nicht erhalten zu wollen. Dieser Prozentsatz ist etwa der gleiche wie im letzten Jahr, ein weiterer Hinweis darauf, dass die sich ändernden Richtlinien in der Öffentlichkeit nicht viel Anklang finden. „Es ist ein Realitätscheck darüber, was [bei den Impfempfehlungen] nicht durchdringt“, sagt Eileen Yam, Geschäftsführerin für Wissenschafts- und Gesellschaftsforschung bei Pew.
Unter denjenigen, die die neueste COVID-19-Impfung nicht planen, gibt es eine starke politische Spaltung. Etwa 83 % der Personen, die sich als Republikaner oder republikanisch geneigt identifizierten, gaben an, die Impfung nicht erhalten zu wollen, verglichen mit 44 % der Demokraten.
Dieser Unterschied in der Impfeinstellung nach politischer Zugehörigkeit sei ausgeprägter denn je, sagt Yam. Es ist ein Trend, der während der Pandemie begann und weiter an Stärke gewinnt. „Es war nicht immer so“, sagt sie, besonders bei Kinderimpfstoffen, die die meisten Menschen beider Parteien historisch unterstützt haben. „Seit der Pandemie haben wir einen wirklich starken Rückgang bei den Republikanern gesehen“, wenn es um die Unterstützung aller Impfstoffe geht – nicht nur der COVID-Impfung, sondern sogar routinemäßiger Kinderimmunisierungen, sagt sie.
Ein Hauptgrund für die Spaltung könnte mit den Impfpflichten für Routineimpfungen – insbesondere Kinderimpfungen – für den Schulbesuch zusammenhängen. Obwohl selbst Republikaner die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen unterstützen – 78 % der Republikaner und 92 % der Demokraten sagen beispielsweise, dass der schützende Nutzen des Masern-, Mumps- und Röteln-Impfstoffs (MMR) alle mit der Impfung verbundenen Risiken überwiegt –, ist die Unterstützung für schulische Impfpflichten eingebrochen. Unter den Republikanern unterstützten nur 52 % die schulischen Anforderungen für MMR, verglichen mit 79 % im Jahr 2019.
Demokraten und Republikaner haben unterschiedliche Ansichten darüber, wer Entscheidungen über Impfungen treffen sollte. Demokraten neigen eher dazu, dass medizinische Wissenschaftler eine wichtige Rolle bei Empfehlungen spielen sollten, während mehr Republikaner glauben, dass Eltern die größere Rolle spielen sollten. Dies spiegelt sich in der Tatsache wider, dass Republikaner zustimmten, dass Impfstoffe nicht nur Einzelpersonen, sondern auch die Gemeinschaft schützen, auch wenn sie der Meinung sind, dass sie von keiner Instanz – sei es die Bundesregierung oder Schulen – vorgeschrieben werden sollten. „Es läuft darauf hinaus, wer entscheiden darf“, sagt Yam.
Die Ergebnisse deuten daher auf mögliche Wege hin, um Gemeinsamkeiten zwischen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten über Impfstoffe zu finden.
„Wir müssen genauer hinsehen, wo es Unterschiede im Vertrauen der Menschen in Impfmaßnahmen geben könnte“, sagt Yam. „Ein Gespür dafür zu haben, welche politischen Maßnahmen in verschiedenen Regionen des Landes ankommen oder nicht, ist etwas, das sowohl politische Entscheidungsträger als auch Gesundheitskommunikatoren bei allen Gesprächen über Impfstoffe im Auge behalten müssen“, sagt sie.
Der Artikel wird von einem Drittanbieter bereitgestellt. SeaPRwire (https://www.seaprwire.com/) gibt diesbezüglich keine Zusicherungen oder Darstellungen ab.
Branchen: Top-Story, Tagesnachrichten
SeaPRwire liefert Echtzeit-Pressemitteilungsverteilung für Unternehmen und Institutionen und erreicht mehr als 6.500 Medienshops, 86.000 Redakteure und Journalisten sowie 3,5 Millionen professionelle Desktops in 90 Ländern. SeaPRwire unterstützt die Verteilung von Pressemitteilungen in Englisch, Koreanisch, Japanisch, Arabisch, Vereinfachtem Chinesisch, Traditionellem Chinesisch, Vietnamesisch, Thailändisch, Indonesisch, Malaiisch, Deutsch, Russisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und anderen Sprachen.