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Quantencomputing könnte Bitcoin im Wert von 440 Milliarden Dollar gefährden – Was Anleger wissen müssen

TLDR

  • Fast 7 Millionen BTC im Wert von ca. 440 Milliarden US-Dollar könnten anfällig für Quantencomputer-Angriffe sein
  • Etwa 1 Million dieser Coins gehören Satoshi Nakamoto, im Wert von ca. 67,6 Milliarden US-Dollar
  • Frühe Bitcoin-Adressen legten öffentliche Schlüssel direkt auf der Blockchain offen, was sie leichter knackbar macht
  • Die Bitcoin-Community ist gespalten: Einige wollen Protokolländerungen, um gefährdete Coins zu verbrennen oder einzufrieren, andere sagen “code is law”
  • Experten sind sich über den Zeitrahmen uneinig – einige sagen 2–3 Jahre, andere halten die Bedrohung noch für weit entfernt

(SeaPRwire) –   Fast 7 Millionen Bitcoins könnten anfällig für Diebstahl sein, wenn Quantencomputer mächtig genug werden, um die Verschlüsselung von Bitcoin zu brechen.

Diese Zahl, zitiert von CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju, ist bei aktuellen Preisen etwa 440 Milliarden US-Dollar wert.

Rund 1 Million dieser Coins sind mit dem anonymen Schöpfer, Satoshi Nakamoto, verbunden. Beim heutigen Preis von etwa 67.600 US-Dollar pro Coin ist dieser Bestand allein rund 67,6 Milliarden US-Dollar wert.

Das Risiko ergibt sich aus der Struktur früher Bitcoin-Transaktionen. In den frühen Jahren von Bitcoin bettete ein Format namens Pay-to-Public-Key (P2PK) öffentliche Schlüssel direkt in die Blockchain ein. Moderne Adressen verbergen den Schlüssel hinter einem Hash, bis Coins ausgegeben werden. Aber früh exponierte Schlüssel bleiben dauerhaft exponiert.

Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte diese öffentlichen Schlüssel zurückentwickeln und Zugang zu den Coins erhalten.

Warum die Bitcoin-Community gespalten ist

Nicht jeder ist sich einig, was zu tun ist. Die Debatte spaltet sich in zwei Lager.

Eine Seite sagt, Bitcoin sollte neutral bleiben und alle Coins gleich behandeln, unabhängig davon, wie alt oder exponiert sie sind. Nima Beni, Gründer von Bitlease, sagte, dass eine Änderung der Regeln für einige Coins – selbst aus Sicherheitsgründen – einen gefährlichen Präzedenzfall schafft.

Die andere Seite argumentiert, dass Untätigkeit eine enorme Menge an Reichtum an denjenigen übergeben würde, der zuerst eine fähige Quantenmaschine baut. Jameson Lopp, ein bekannter Entwickler, nannte dieses Ergebnis unfair und beschrieb Quanten-Angreifer als “Vampire, die sich vom System ernähren.”

Lopp hat sich für einen Soft Fork ausgesprochen, der anfällige Ausgaben unbrauchbar machen würde, es sei denn, sie werden vor einer festgelegten Frist auf quantenresistente Adressen verschoben.

Tether CEO Paolo Ardoino vertrat die gegenteilige Ansicht. Er sagte, dass alte Coins, die durch Quanten-Durchbrüche wieder in Umlauf kommen, nur eine vorübergehende Inflation verursachen würden, die der Markt absorbieren würde.

Es gibt auch ein praktisches Problem. Georgii Verbitskii, Gründer von TYMIO, wies darauf hin, dass es keine zuverlässige Methode gibt, um zu erkennen, welche ruhenden Coins für immer verloren sind und welche einfach ungenutzt sind.

Wie nah ist die Bedrohung?

Experten sind sich über den Zeitpunkt stark uneinig.

Zeynep Koruturk von Firgun Ventures sagte, die Quantenforschungsgemeinschaft sei von jüngsten Erkenntnissen überrascht worden, die darauf hindeuten, dass möglicherweise weniger physische Qubits benötigt werden, um die RSA-2048-Verschlüsselung zu brechen, als zuvor angenommen.

Sie sagte, dies könnte den Zeitrahmen für das Knacken dieser Verschlüsselung auf nur zwei bis drei Jahre verkürzen, obwohl immer noch umfangreiche Tests erforderlich wären.

Andere sind weniger besorgt. Aerie Trouw, CTO von XYO, sagte, es gebe “noch keinen praktischen Grund zur Panik”. Frederic Fosco von OP_NET nannte es “ein technisches Problem mit einer bekannten Lösung” – die Kryptographie aufrüsten.

Die meisten Experten sind sich einig, dass Bitcoin Core-Entwickler bereits quantenresistente Upgrades erforschen, und die Debatte konzentriert sich nun darauf, ob die Community einen Konsens erzielen kann, bevor die Bedrohung real wird.

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