TLDR
- Experten sagen, Quantencomputer könnten noch Jahrzehnte brauchen, um die Bitcoin-Verschlüsselung zu knacken.
- Die Bedrohung “Jetzt sammeln, später entschlüsseln” bedeutet, dass öffentliche Schlüssel bereits anfällig sind.
- 25%-30% der Bitcoin-Gelder sind aufgrund von öffentlichen Schlüsseln, die bereits on-chain vorhanden sind, gefährdet.
- Die Krypto-Community bereitet sich mit quantenresistenter Technologie auf zukünftige Risiken vor.
(SeaPRwire) – Der wachsende Fortschritt des Quantencomputings hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, ausgelöst. Experten stimmen jedoch darin überein, dass Quantencomputer, die in der Lage sind, die Kryptographie von Bitcoin zu knacken, bis 2026 nicht erwartet werden. Die Situation stellt für die Krypto-Community eine aufkommende Herausforderung dar. Statt eines unmittelbaren Zusammenbruchs liegt das aktuelle Risiko in der Praxis des “Jetzt sammeln, später entschlüsseln”, bei der bösartige Akteure heute verschlüsselte Daten sammeln, um sie in Zukunft zu entschlüsseln, sobald die Quantentechnologie leistungsstark genug wird.
Die Bedrohung “Jetzt sammeln, später entschlüsseln”
Obwohl Quantencomputing noch Jahre davon entfernt ist, die Fähigkeiten zu erlangen, die für das Knacken der aktuellen Kryptographie benötigt werden, droht seine potenzielle Bedrohung stärker denn je. Experten warnen, dass Feinde bereits sensible Daten sammeln könnten, einschließlich öffentlicher Schlüssel, die später einer durch Quanten ermöglichten Entschlüsselung ausgesetzt sein könnten.
Laut Leo Fan, Mitbegründer von Cysic, beinhaltet ein Szenario, dass Angreifer große Mengen an on-chain-Daten herunterladen, um sie für zukünftige Quantenanalysen zu speichern. Diese Angreifer konzentrieren sich auf das Sammeln öffentlicher Schlüssel, die, sobald die Computing-Technologie ausreichend fortschreitet, zur Ableitung privater Schlüssel verwendet werden könnten. Sobald Quantsysteme in der Lage sind, Daten zu entschlüsseln, könnte zuvor erfasste Informationen offengelegt werden, was ein schwerwiegendes Risiko für aktuelle Blockchain-Systeme darstellt.
Darüber hinaus deuten Schätzungen darauf hin, dass bis zu 30% aller Bitcoins in Adressen gespeichert sind, deren öffentliche Schlüssel bereits offengelegt sind. Diese Anfälligkeit macht Millionen von Bitcoins für zukünftige Angriffe anfällig und unterstreicht weiter die Bedeutung der Vorbereitung auf Quantenrisiken heute.
Expertenmeinungen zur Zeitachse der Quantenbedrohung
Experten sind sich weitgehend einig, dass eine weitverbreitete Bedrohung für Kryptowährungen durch Quantencomputing im Jahr 2026 unwahrscheinlich ist. Sofiia Kireieva, Blockchain-Forschungs- und Entwicklungs-Experte bei Boosty Labs, erklärt, dass aktuelle Quantenmaschinen nicht in der Lage sind, den elliptischen Kurvendigitalen Signaturalgorithmus (ECDSA) zu knacken, der von Bitcoin verwendet wird.
Da aktuelle Geräte nur in der Lage sind, Hunderte oder Tausende von Qubits zu handhaben, sind sie weit davon entfernt, tiefe kryptanalytische Algorithmen wie den Shor-Algorithmus ausführen zu können, der kryptografische Systeme knacken könnte.
Clark Alexander, Mitbegründer von Argentum AI, teilt diese Meinung und betont, dass trotz Fortschritten die kommerzielle Nutzung von Quantencomputern noch extrem begrenzt ist. Er argumentiert weiter, dass selbst wenn Quantenmaschinen ein hohes Maß an Sophistikation erreichen, klassisches Computing möglicherweise immer noch eine unmittelbarere Bedrohung für Verschlüsselungssysteme darstellt. Mit der Entwicklung der Quantentechnologie werden sowohl Quanten- als auch konventionelles Computing völlig neue Algorithmen benötigen, um die Public-Key-Kryptographie zu knacken.
Vorbereitung auf eine Quanten-Zukunft
Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit eines Quantenangriffs im Jahr 2026 nimmt die Krypto-Community proaktive Maßnahmen, um sich vor zukünftigen Risiken zu schützen. Eine der wichtigsten Empfehlungen ist die Minimierung der Exposition durch Vermeidung der Wiederverwendung von Bitcoin-Adressen. Diese Taktik hilft, öffentliche Schlüssel verborgen zu halten, bis die Gelder ausgegeben werden, und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sie für zukünftige Entschlüsselungen gesammelt werden.
Darüber hinaus gibt es eine wachsende Bewegung zur Entwicklung quantenresistenter kryptografischer Alternativen. Experten arbeiten an der Ersetzung des aktuellen Signatursystems von Bitcoin durch quantenresistente Systeme, die besser den Fähigkeiten zukünftiger Quantenmaschinen standhalten können. Einige Unternehmen integrieren bereits Post-Quanten-Verschlüsselung in ihre Systeme, wie z. B. Qastle, das darauf abzielt, Wallets zu schützen, indem es die Kryptographie ohne zusätzliche Hardware-Upgrades verbessert.
Im November 2025 stellten Kryptographie-Experten einen Plan zur Einführung von quantenresistenten Technologien in Bitcoin vor, was einen Wandel hin zur Vorbereitung auf den unvermeidlichen Aufstieg des Quantencomputing signalisiert.
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