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Alibaba (BABA) Kurs steigt um 8 % nach Start von KI-Datenzentrum in China

TLDR

  • Alibaba und China Telecom haben ein KI-Rechenzentrum mit 10.000 Chips in Shaoguan, Provinz Guangdong, in Betrieb genommen, das von Alibabas eigenen Zhenwu-Halbleitern angetrieben wird.
  • Der Cluster ist der erste Einsatz von Zhenwu-Chips in dieser Größenordnung in der chinesischen Greater Bay Area und wurde für das Training von KI-Modellen mit Hunderten von Milliarden Parametern entwickelt.
  • Das Rechenzentrum verspricht eine um 30 % höhere Effizienz bei Training und Inferenz, wobei der Durchsatz pro Karte fast zehnmal höher ist als bei früheren Generationen.
  • Alibaba plant, den Cluster auf 100.000 Chips zu erweitern, wobei kleinen Unternehmen der Zugang zur Rechenleistung über die Plattform von China Telecom ermöglicht wird.
  • Der Start folgt auf einen ähnlichen Cluster mit 10.000 Huawei Ascend 910C-Chips, der letzten Monat in Shenzhen in Betrieb genommen wurde.

(SeaPRwire) –   Alibaba (BABA) und China Telecom haben offiziell einen KI-Rechencluster mit 10.000 Chips in Shaoguan, Provinz Guangdong, gestartet. Der Cluster wird vollständig von Alibabas eigenen Zhenwu-KI-Halbleitern angetrieben, die von der Chip-Design-Einheit T-Head entwickelt wurden.

Alibaba Group Holding Limited, BABA
BABA Stock Card

Die Ankündigung markiert das erste Mal, dass Zhenwu-Chips in dieser Größenordnung in der Greater Bay Area eingesetzt werden. Alibaba Cloud bezeichnete den Schritt als einen Fortschritt, um Chinas KI-Rechenleistung „von bahnbrechenden High-End-Leistungen hin zur großflächigen industriellen Implementierung“ zu führen.

Der Cluster nutzt eine Hochleistungs-Netzwerkarchitektur der nächsten Generation, die es allen 10.000 Chips ermöglicht, als ein einziger Supercomputer zu arbeiten. Laut Alibaba liefert dies eine um 30 % höhere Effizienz bei Training und Inferenz, wobei der Durchsatz pro Karte im Vergleich zu älteren Systemen um fast das Zehnfache gestiegen ist.

Das System kann Modelle mit Hunderten von Milliarden Parametern trainieren – was es in die gleiche Klasse wie einige der weltweit größten KI-Modelle einstuft.

Die Latenz wird mit 4 Mikrosekunden angegeben, was Alibaba auf die Netzwerkarchitektur zurückführt, die die Chips miteinander verbindet. Dieser Wert ist entscheidend für KI-Workloads in Unternehmen, bei denen die Antwortzeit eine wichtige Rolle spielt.

Chinas Vorstoß für eine heimische KI-Infrastruktur

Der Start ist Teil einer umfassenderen nationalen Anstrengung. Peking hat im vergangenen Monat intelligente Recheninfrastruktur in seinen 15. Fünfjahresplan aufgenommen, und ein KI-Aktionsplan des Staatsrats vom August forderte einen optimierten Ausbau der Rechenressourcen in ganz China.

Bis Ende Juni letzten Jahres belief sich Chinas gesamte Rechenleistung auf 962.000 Petaflops – 21 % der weltweiten Kapazität und ein Anstieg von 73 % gegenüber dem Vorjahr, so die China Academy of Information and Communications Technology.

Der Cluster in Shaoguan wurde bereits für Anwendungsfälle im Gesundheitswesen und in der fortgeschrittenen Fertigung eingesetzt. Kleine und mittlere Unternehmen können über die Plattform von China Telecom auf Rechenzeit zugreifen und pro Karte oder pro Stunde bezahlen.

Alibaba bestätigte zudem Pläne, den Cluster von 10.000 auf 100.000 Chips zu skalieren. Diese Erweiterung zielt darauf ab, die Kosten zu senken und die allgemeine Ressourceneffizienz zu verbessern.

Kontext: Huawei und das heimische Chip-Rennen

Der Start folgt auf einen ähnlichen Meilenstein im letzten Monat, als Chinas erster intelligenter Rechencluster mit 10.000 Karten – gebaut mit Huawei Ascend 910C-Chips – in Shenzhen in Betrieb ging.

Dieser Cluster verfügt über eine Rechenkapazität von 11.000 Petaflops und wurde mit einem separaten, 2024 aktivierten Cluster mit 3.000 Petaflops kombiniert. Shanghai baut ebenfalls einen Cluster mit 10.000 Karten durch eine Tochtergesellschaft des staatlichen Unternehmens INESA auf, der mit verschiedenen heimischen Chiptypen kompatibel ist.

Während chinesische Chips bei der reinen Einzelleistung noch hinter Nvidia zurückbleiben, setzt Pekings Strategie auf groß angelegte Cluster-Architekturen und effiziente Vernetzung, um die Lücke zu schließen.

US-Exportbeschränkungen für Nvidia-Chips haben den Zeitplan für Chinas heimische Chipentwicklung beschleunigt. Alibabas T-Head-Einheit spielt dabei neben Huawei eine zentrale Rolle.

BABA notierte am Tag der Ankündigung 7,79 % höher, wobei die in Hongkong gelistete Aktie (728-HK) nachbörslich weitere 0,82 % zulegte.

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